Die Sache mit der Blumenrabatte

Als ich gestern gemütlich durch Davos schlenderte um der Gemeinde meinen Fortgang noch einmal nahe zu bringen, kam ich am Kirchner-Museum vorbei, das von trostlosem Rasen umgeben ist und sah ein paar Landschaftsgärtner in Aktion. Sie hatten ein, von ungeschälten Baumstämmen eingegrenztes Gebiet auf dem Rasen mit Erde aufgefüllt und waren dabei ein wunderbar buntes Blumenmuster zu legen. Es versprach sehr schön zu werden.

Als wir heute vorbei liefen war die Rabatte bis auf ein wenig Erde und ein paar Stämme bereits wieder verschwunden. Diese Tatsache stiess bei mir auf ein grosses Unverständnis, was war denn da los, gestern angelegt und heute schon wieder fort mit den Blumen? Auf dem Rückweg sprach ich den Menschen an, der mit der Schaufel die letzten Erdreste auf den Laster verfrachtete. Er war auch nicht glücklich über die Entwicklung der Dinge denn, obwohl das Stück Land der Gemeinde gehört, hat die Direktion des Museums die Erlaubnis für die bebuntung des Grundstücks verweigert, mit der Begründung, dass ein Museum neutral sein solle. Was ist bitteschön verflixt nochmal an Blumen, die noch nicht einmal zu einem Wappen oder Symbol zusammengesetzt werden, parteiisch oder gar nicht neutral???

Alles wird an den armen Blumen ausgelassen die sich nicht wehren können; und sei es ein Machtspielchen zwischen Museum und Gemeinde? Ich würde der Museumsdirektion die Blumen notfalls in den Garten pflanzen, das ist doch keine Sachbeschädigung oder? Mir tun vor allem die heimatlosen Blumen leid, die sehr viel zur Ästhetik des Museums hätten beitragen können!

26.6.08 14:50

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


schweschdr (27.6.08 10:52)
weisch, des isch halt wichtig in der Schweiz, das mit der Neutralität hat da Tradition...