Was ich in Mendoza mach

... augenblicklich vor allem frieren... Nach dem Schneefall hat Frost eingesetzt und seit heute Morgen haben wir kein Zugriff auf warmes Wasser... Naja, bei dem Wetter schwitzt man auch nicht so schnell...

Ansonsten deck ich Fruehstueckstisch auf und wieder ab, putz die Kueche, backe Kuchen, staubsaugen, Boden wischen, Betten machen, Bad putzen, Waesche waschen, aufhaengen und zusammenlegen, Kochen, wieder putzen, einkaufen und lesen. Also das, was man in Argentinien unbedingt machen sollte, weil er nur hier die Moeglichkeit dazu gibt...

Ausserdem lern ich nach und nach mehr ueber die lateinamerikanische Gesellschaftsform, die Stellung der Frau und des Mannes. Habe beispielsweise eine sehr interessanten Besuch gemacht, bei dem ich eingeladen war, zusammen mit der Familie.

Fuer eine Fau laeuft das so ab, dass sie sofort in die Kueche beordert wird und mit dem herstellen von Salat oder sonstigem betraut, danach wird aufgetragen. Die Maenner werden mit Wein und was als Aperitiv zum Grill entlassen und bleiben dort unter sich (hier darf Mann noch Mann sein). Nach dem Essen ist es wieder an den Damen abzuraeumen und den Maennern Zigarren, Dessert und Whiskey oder was auch immer zu bringen. Die Bereich de Mannes und der Frau scheinen klarer abgesteckt zu sein. Der unantastbare Herrschaftsbereich der Frau ist Haus und Kueche, dort haben die Maenner meiner Beobachtung nach, nix mitzureden, haben wohl auch kein Beduerfnis danach, waehrend das Praesentieren und das nach Aussen gewandte Geschaeft dem Manne obligt, zumindest sollte. Wieviel und wie weit die Frau im Hintergrund agiert ist schwer auszumachen... 

Das Geschriebene soll nicht als Allgemeingueltig erklaert werden, es spiegelt nur wieder, wie ich die gesellschaftliche Aufteilung empfunden habe, es ist ein Eindruck...  

10.7.07 17:45

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