Rote Erde

das hat es hier zu genuege. Es ist wunderschoen hier in der Gegend. Huegellandschaft mit Urwald und ab und an Indianersiedlung - Guarani und viel Obst- und Teeanbau. Hier allein waechst der Mate, in Argentinien das Nationalgetraenk aber nicht nur da. Aber auch Schwarz-Gruenteeplantagen gibt es hier sowie Zuckerrohr, Mandarinen, Zitronen, Bananen, Mais etc anbau, kurz, es ist eine sehr fruchtbare Gegend mit sehr warmem, subtropischem Klima. So ist es teilweise sehr heiss aber es regnet auch gut. Gewitterstuerme beuteln die Gegend und Stromausfaelle sind hier nichts besonderes.

Ich fuehl mich jedenfalls gerade sehr wohl, auch wenn das Grillen bei 40C am Fluss nicht unbedingt zu empfehlen ist, wenn man zu wenig Wasser dabei hat...

Hoffentlich klappts mit Fotos hochladen, dann bekommt man einen winzigen Eindruck, erst von Buenos Aires, dann Rosario und der Rest von Misiones...

Vergessen

Habe ich eigentlich im letzten Eintrag erwähnt, in welcher Stadt ich mich rumtreibe? Nun, es war Buenos Aires, aber das ist bereits wieder vorbei und die Ferien fangen langsam an. Nach drei Tagen in einem Hostel hatte ich das Glück, bei jemanden privat unter zu kommen. Dort habe ich drei Nächte verbracht und konnte dann mit dem Sohn und seiner Freundin weiter gen Rosario fahren. Der Abschied von Buenos Aires ist mir nicht sehr schwer gefallen - es hat in Strömen geregnet. Im Frühling ist das ab und an der Fall. Der Weg nach Rosario dauert etwa 3 Stunden, erst werden die Autos noch von Industrieanlagen begleitet, die rechts und links an der Strasse gebaut sind und irgendwann ist einfach nur noch die Natur zu sehen. Hier und da kleine Siedlungen mit Obst- und Gemüseverkauf aber sonst Land, flaches Land wohin das Auge reicht. Rosario ist ggü BsAs sehr viel gemütlicher und angenehmer zu leben. Viele Bäume, die Strassen sind schmaler und es geht nicht so hektisch zu. Gestern bin ich zum National - hmmm wahrscheinlich nicht aber es wirkt so - Heiligtum gelaufen. Es ist der Ort, an dem die erste Argentinische Flagge aufbewahrt ist. Mit seinem monströsen Pomp erinnert es an den "Neoklassizismus der deutschen 30er Jahre". Säulenhalle, brennende Weiheschalen, ein aufragender Turm/Obelisk der sich wie ein Bug gen Fluss schiebt. Auf eine allzuintime Begegnung mit diesem Bauwerk habe ich verzichtet und bin, am Eis lutschend, ab und an schräge Blicke darauf werfend, zum Fluss gegangen...

Stadt

Sie ist groß, aber nicht so groß dass überall genügend Platz für Hundehaufen und Menschen ist; man kommt sich immer wieder ins Gehege. Was mich bei meiner Museumswanderung am meisten angesprochen hat war der Palais de Glace. Ein runder Ausstellungsraum über zwei Etagen mit Plastiken und Malerei argentinischer Künstler und alles schön luftig. Dass überall alles bewacht wird ist hier normal und irgendwo muss man auch Jobs kreieren aber damit hat man in den Universitäten, vor Telefoniergeschäften oder in Museen zu rechnen. Selbst wenn man sich fragt was zum Beispiel im Nationalgeschichtsmuseum (oder so ähnlich) in San Telmo zu bewachen ist ausser die Toiletten vom zweifelhafter Sauberkeit. Ich will jedoch nicht ausfällig werden sonder finde es sehr schön dass die meisten Museen ohne Eintritt zu verlangen geöffnet sind. Nur die Taschen sind abzugeben, aber wie gesagt, darauf achtet das Wachpersonal. Es gibt jedoch nicht nur Museen sindern auch Transportmittel um die Museenzu erreichen. Die günstigsten sind sicher die Busse. Die Fahrt in eine Richtung, egal wie weit, kostet mit einer Karte, die ich nicht habe, 1,25 Pesos. Äquivalent 6 Pesos = 1 Euro. tja, dann steht man an der Bushaltestelle mit der richtigen Busnummer und wenn der passende Bus kommt gibt man Handzeichen und hofft er hält an. Das tut er nicht wenn er zB zu voll ist. Der Bus kommt mit hoher Geschwindigkeit angefahren, hupt sich durch den Verkehr an den Strassenrand, öffnet die Türen in voller Fahrt und hält mit quietschenden Bremsen. Die Fahrgäste werden ordentlich durchgeschüttelt und beim anfahrengehts genauso ab, nur ohne quietschende Bremsen. Aber das ist normal, wenn man nichts anderes gewöhnt ist.

Neues Jahr - neue Reise

... und manchmal braucht es ein wenig länger, bis es wieder Zeit für Aktualitäten ist... Nach einer fünfjährigen Abwesenheit werde ich erneut den Kontinent besuchen, für den dieser Blog eingerichtet wurde - ob Südamerika mich nun ruft oder nicht - ich komme!

frühlingszartgrüne Blätter strecken sich der schwarz-anthraziten Wolkenwand entgegen. der Wind pfeift um die Ecken und verfängt sich in den Lichthöfen, dringt durch die Spalten verzogener Holztüren. das Büro hat einen regen Luftaustausch, ersticken ist nicht möglich. goldgelbe Löwenzahne leuchten in den Wiesen und strecken ihre Pfahlwurzeln tief ins Erdreich. regnet es, schützen sie ihre Blüten, kommt die Sonne hervor bieten sie ihren weichen, puscheligen Bauch den wärmenden Strahlen dar.

in der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten atmet die Natur Frische und läd die Wärme ein, sich niederzulassen - momentan brauchts noch reichlich davon. mit solcher Art Ergüsse wünsche ich eine gute Zeit!

vom Süden in den gemäßigten, hohen Norden (Hamburg), an die Nordsee und langsam durch das Deutsche Mittelland wieder gen Süden unterwegs... Es gibt ja soviel schöne Eckchen zu entdecken, immer wieder und immer wieder neu...

Endlich Sommerreifen drauf!!! OK, auch wenns grad nicht so sehr nach Sommer aussieht, lieber jetzt noch gemacht (mit zwei brandneuen Reifen) als erst im November oder?! Es ist einfach auch so, dass neben Putzen, Kochen, ab und an Verkaufen und sonstigen Tätigkeiten nicht so sehr viel Energie und Zeit übrig bleiben, etwas anderes als das Notwendigste zu erledigen, frau tut was sie kann und manchmal will sie einfach auch chillen... Nur so als kurzen Sommergruß, es hat heute auch gar nicht geregnet, aus dem Südschwarzwald!